Was ist GOTS? Wofür das Bio-Textil-Siegel steht
Auf vielen Pullovern, T-Shirts und Handtüchern steht heute „Bio“. Ein Siegel taucht dabei besonders oft auf: GOTS. Aber was genau steckt dahinter, wer vergibt es und wofür steht es? Wir haben im aktuellen Regelwerk nachgelesen.
WAS IST GOTS?
GOTS steht für Global Organic Textile Standard. Es ist ein freiwilliger Standard für Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern, also zum Beispiel Bio-Baumwolle, Bio-Wolle oder Bio-Leinen. Herausgeber ist die gemeinnützige Global Standard gGmbH mit Sitz in Stuttgart. Seit dem 2. März 2026 gilt die Version 8.0.
Der entscheidende Punkt: GOTS schaut nicht nur auf die Faser. Der Standard umfasst laut Regelwerk die gesamte Verarbeitung, also Herstellung, Verpackung, Kennzeichnung, Handel und Vertrieb. Bei Baumwolle beginnt die GOTS-Kette mit dem Entkörnen. Der Anbau selbst muss nach einem anerkannten Bio-Standard zertifiziert sein.
WIE ALLES BEGANN
Anfang der 2000er gab es viele verschiedene Bio-Textilstandards nebeneinander. Das verwirrte Hersteller, Händler und Kunden gleichermaßen. Auf der Intercot-Konferenz 2002 in Düsseldorf entstand deshalb die Idee eines einheitlichen, weltweit anerkannten Standards. Vier Organisationen gründeten dafür eine internationale Arbeitsgruppe: der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) aus Deutschland, die Soil Association aus Großbritannien, die Organic Trade Association aus den USA und die Japan Organic Cotton Association.
Nach vier Jahren Verhandlung stand 2006 die erste Version des Standards. 2008 folgte das heute bekannte GOTS-Label für zertifizierte Ware.
WOFÜR GOTS STEHT
Die Vision von GOTS ist eine Welt, in der alle Textilien nach den Prinzipien Gesundheit, Ökologie, Fairness und Sorgfalt hergestellt werden. In der Praxis heißt das vier Bereiche:
Bio-Fasern: Grundlage sind biologisch angebaute Rohstoffe, ohne giftige, langlebige Pestizide, ohne synthetische Dünger und ohne Gentechnik.
Umwelt und Chemie: Für jeden Verarbeitungsschritt gilt, welche Farbstoffe und Hilfsmittel erlaubt sind. Betriebe brauchen eine Umwelt- und Chemikalienrichtlinie, unter anderem zu Abwasser, Abfall und Treibhausgasen.
Menschen: Keine Zwangsarbeit, keine Kinderarbeit, Vereinigungsfreiheit, Arbeitsschutz und geregelte Arbeitszeiten. Zertifizierte Betriebe müssen außerdem jährlich ermitteln, wie weit ihre Löhne von einem existenzsichernden Lohn entfernt sind.
Kontrolle: Unabhängige, zugelassene Zertifizierungsstellen prüfen die Betriebe regelmäßig vor Ort, auch unangekündigt. Jede Lieferung wird dokumentiert, damit sich die Kette vom Feld bis zum fertigen Teil zurückverfolgen lässt.
ZWEI STUFEN: ORGANIC UND MADE WITH ORGANIC
GOTS kennt zwei Label-Stufen:
„Organic“: mindestens 95 % zertifizierte Bio-Fasern.
„Made with (x %) organic materials“: mindestens 70 % zertifizierte Bio-Fasern, der genaue Anteil steht im Label.
Für den Rest gibt es klare Grenzen: Recycelte Kunstfasern wie Polyester sind bis 20 % erlaubt (bei Socken und Textil-zu-Textil-Recycling bis 30 %). Neues Polyester, Acryl und konventionelle Baumwolle sind in GOTS-Ware nicht erlaubt.
GOTS HEUTE
Laut Jahresbericht 2025 der Global Standard gGmbH waren Anfang 2026 rund 17.800 Betriebe in 95 Ländern nach GOTS zertifiziert, 15 % mehr als im Vorjahr. Geprüft werden sie von 27 Zertifizierungsstellen. Damit gehört GOTS zu den weltweit wichtigsten Standards für Bio-Textilien.
WARUM UNS DAS THEMA WICHTIG IST
Bei Enzo Escoba setzen wir auf Bio-Baumwolle und recycelte Materialien. Unser Unisex Hoodie „Che Vuoi“ besteht zum Beispiel aus 85 % Bio-Baumwolle und 15 % recyceltem Polyester, 280 g, Relaxed Fit, 69,95 €. Wir finden: Wer weiß, wofür ein Siegel steht, kauft bewusster, bei uns und überall sonst.
Und die Geste auf dem Rücken? Che vuoi?, „Was willst du?“. This is not a gesture, this is a lifestyle.
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.





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